Märkischer Sprecher Bochum vom Dienstag, 09. Juni 1903

Nachträgliches zum Verbandsfest

  Die Fahnen und Fähnchen, die schmucken Guirlanden, der schöne Festschmuck der Straßen ist schon fast wieder verschwunden - vielleicht auch der Kater, der doch unzweifelhaft die Köpfe und Magen derjenigen wackeren Wehrleute bedrückte, die am Samstag oder Sonntag zu stark gelöscht hatten. Doch in der Erinnerung wird das Fest noch lange weiterleben, ein Glanzpunkt in der Bochumer Lokalgeschichte. Gern lesen wir die Berichte in auswärtigen Zeitungen, überall nur eine Stimme des Lobes über Bochum und den großartigen Empfang, der den Gästen hier bereitet worden ist. Natürlich bezeichnet jedes Blatt die Wehr seines Ortes als die beste, als diejenige, die sich im Festzuge durch die strammste Haltung, die mustersich alle trefflich gehalten, die annähernd 6000 Gäste, und so haben sich alle wacker gehalten, die annähernd 6000 Gäste; und so haben auch sie wesentlich zum guten Gelingen des Festes beigetragen. Das Arrangement des Festzuges verdient besondere Anerkennung. Der Kaiser Friedrich=Platz als Ausgangspunkt des Festzuges war außerordentlich glücklich gewählt. So wurde gleich zu Anfang der Bahnübergang und damit die leicht eintretende Stockung vermieden.

Bei weiteren Festzug=Veranstaltungen sollte man ebenso verfahren.